Weißkohl Holsteiner Platter (Bio-Saatgut)

Weißkraut, Einschneidekraut, Herbstkraut

Brassica oleracea convar. capitata var. alba

Weißkohl 'Holsteiner Platter' (Bio-Saatgut, AT-BIO-301)

wüchsige, kräftige Sorte mit gutem Geschmack - besonders zur Sauerkrautherstellung, nicht zur Einlagerung in Miete oder Keller

 

'Holsteiner Platter' ist eine alte traditionelle Weißkohlsorte mit großem flachrundem Kopf für die Sauerkrautherstellung. Die geschmacklich herausragende Sorte ist nicht für die übliche Lagerhaltung geeignet.

 

'Holsteiner Platter' kann allerdings auch mit ganzen, unzerteilten Köpfen als sogenanntes "Grubenkraut" im Herbst eingesäuert werden und ist dann in der Krautgrube bis zu drei Jahre lagerbar. Das durch Fermentation mittels Milchsäurebakterien in sauerstoffarmer Umgebung haltbar gemachte Kraut schmeckt mildsauer aromatisch und gilt als besonders gesund und bekömmlich. Diese jahrtausendalte Methode der Haltbarmachung von Lebensmitteln ist selbstverständlich auch für geschnittenes Kraut in Sauerkrauttöpfen oder Gläsern möglich.

 

Bio-Saatgut von ReinSaat (AT-BIO-301)

samenfeste Sorte (nachbaufähig)

Tausendkorngewicht (TKG): 4,04 g

Portionsinhalt reicht für ca. 80-100 Pflanzen

 

Kulturhinweise**

Aussaat: im Freiland ab Anfang April bis Mai ins Freiland oder Mitte April unter Flachfolie (die Folie verfrüht 2-3 Wochen und verhindert den Erdflohbefall). Pflanzung Mitte Mai bis Mitte Juni. 

Zur Gewinnung neuer Setzpflanzen mit Überwinterung (Vorteil dieses "Adventsgemüses" ist eine frühe Ernte im Jahr!): Aussaat ab Mitte/Ende August bis Anfang September im möglichst kühlen, ggf. beschatteten Saatbeet; im Oktober pflanzen bei geschützter Überwinterung im Frühbeet oder Gewächshaus; im Frühjahr auspflanzen

Keimtemperatur: ab 8° C (20° C optimal)

Saattiefe: 1-2 cm
Abstände: in Freiland ca. 50 x 50 cm; beim Verpflanzen eher tief setzen

Standort: sonnig, locker-humos, hoher Nährstoffbedarf, gleichmäßig feucht, unkrautfrei, regelmäßig hacken oder mulchen

Schutz vor Schädlingen: Abstände einhalten, Mischkultur, Brennesseljauche, ggf. Kohlkragen (Kohlfliege) oder Kulturschutznetz mit 0,8 mm Maschen (Kohlfliege, Kohleule, Erdfloh, Kohlweißling); gegen Kohlhernie: auf ph 7-7,5 aufkalken und Kreuzblütler-Anbaupause von 4-5 Jahren

Kulturdauer: 90-95 Tage

 

Tipp zur Mischkultur: Gegen Kleinen Kohlweißling und Kohlfliege empfiehlt sich eine Mischbepflanzung mit Tomaten oder eine Umrandung mit Eberraute, Pfefferminze bzw. Salbei. Erdfloh und Weiße Fliege werden auch durch die Beipflanzung von Salat wirkungsvoll vertrieben.

Portion ausreichend für ca. 80-100 Pflanzen

Portionstüte Samen aus kontrolliert biologischem Anbau (AT-BIO-301)

3,99 €

  • lieferbar
  • 3 - 4 Wochen Lieferzeit***

im Einklang mit der Natur

samenfestes Saatgut (PROFIDOR®-Signet)
Bio entsprechend EG-Öko-VO
EU-Landwirtschaft AT-BIO-301
geprüftes BIO-Erzeugnis
bienenfreundliches Saatgut (PROFIDOR®-Signet)
Bienenweide ✿

* Quelle: Sortenbeschreibung des Vereins Kultursaat e.V.

** Hinweise zum Anbau und Angaben zur Ausbeute an Pflanzen beruhen auf Erfahrungswerten und sind unverbindlich.



Biosaatgut AT-BIO-301


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Frage & Antwort

Kundenfrage: Wie muss man sich denn eine Krautgrube vorstellen?

Unsere Antwort: Die Krautgrube ist eine historische bäuerliche und arbeitsintensive Form der Haltbarmachung von ganzen Kohlköpfen, die heute eigentlich nur noch von Freunden der Autarkie und Selbstversorgung wiederentdeckt und gepflegt wird. Die runde drei bis vier Meter tiefe Grube war früher häufig gemauert oder aus Lärchenholzstämmen gezimmert und besaß meist einen natürlichen Lehmboden, so dass das Wasser nicht abfloss. In solch eine Grube werden die Kohlköpfe dann im Ganzen milchsauer eingelegt.

Der Ablauf des Einlegens ist dabei wie folgt: Die Krautköpfe werden im Herbst geerntet und dann ca. fünf bis zehn Minuten in einem offenen Kessel blanchiert. Danach werden die Krautköpfe kalt abgespült und ein bis zwei Stunden im Freien getrocknet. Die grünen Krautblätter verfärben sich dabei weißlich und die Fermentation setzt ein. Die Kohlköpfe werden dann mit dem Strunk nach oben in die Grube gestapelt. Zum Abschluss wird die Krautgrube mit Wasser aufgefüllt. Die Grube wird mit einem Deckel verschlossen, stark beschwert und zum Schutz vor Frost mit Stroh abgedeckt.
Frühestens nach vier Monaten kann das erste Mal Kraut entnommen und verzehrt werden. Besser schmeckt es nach ca. einem Jahr. Bis zu drei Jahre kann das "Grubenkraut" so gelagert werden.

Die Weißkohlsorte 'Holsteiner Platter' ist für diese historische Form der Konservierung ganzer Köpfe gut geeignet.

Wesentlich weniger aufwändig und von jederman einfach in der Küche umzusetzen ist das milchsaure Einlegen von geschnittenem Kraut in Sauerkrauttöpfen oder Gläsern.

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